UOKDeine Gemeinschaft orthodoxer Ukrainer außerhalb der Ukraine

Geschichte

Hundertdreißig Jahre fern der Heimat

Die ukrainisch-orthodoxe Diaspora entstand in Wellen, und fast jede Welle begann das kirchliche Leben von Neuem — in Baracken, Scheunen und geliehenen Sälen.

Diese Geschichte ist bewusst kurz: sie ist eine Orientierung, keine Untersuchung. Jeder Punkt lässt sich an den offiziellen Seiten der kirchlichen Strukturen prüfen, die im Bereich „Gemeinden“ verlinkt sind.

  1. 1891Die ersten ukrainischen Familien aus Galizien lassen sich in Kanada nieder; binnen eines Vierteljahrhunderts entstehen über hundert ukrainische Siedlungen.
  2. 1918In Saskatoon entsteht die Ukrainisch-Griechisch-Orthodoxe Kirche Kanadas — die Kirche von Siedlern, die ihre Sprache und ihren Ritus bewahren wollten.
  3. 1929Am 9. April beschließen Klerus und Laien in Allentown (Pennsylvania) die Gründung einer ukrainisch-orthodoxen Diözese in den USA.
  4. 1945Die Nachkriegslager für Displaced Persons in Deutschland und Österreich: im Juli 1945 versammelt sich in Deutschland das erste Konzil der ukrainisch-orthodoxen Emigration in Europa.
  5. 1990Am 1. April wird die Ukrainisch-Orthodoxe Kirche Kanadas in das Ökumenische Patriarchat aufgenommen.
  6. 1995Am 12. März wird die übrige ukrainisch-orthodoxe Hierarchie außerhalb der Ukraine, darunter die UOK der USA, unter das Omophorion Konstantinopels aufgenommen.
  7. 2019Am 6. Januar erhält die Orthodoxe Kirche der Ukraine den Tomos der Autokephalie vom Ökumenischen Patriarchen.
  8. 2022Der großangelegte Überfall. Millionen Menschen finden sich im Ausland wieder; Gemeinden in ganz Europa werden zugleich Zuflucht, Hilfslager und Ort, an dem man die eigene Sprache wieder hört.
  9. 2023Am 1. September übernimmt die OKU den neujulianischen Kalender: die unbeweglichen Feste rücken auf neue Daten, Weihnachten fällt auf den 25. Dezember, die Osterrechnung bleibt die alte.

Eines wiederholt sich dabei. Kirchliches Leben im Ausland begann fast nie mit einer Erlaubnis von oben: zuerst kamen Menschen, die gemeinsam beten wollten, dann ein Raum, dann ein Priester, und erst dann eine Struktur. So war es in der Prärie Manitobas, in den Lagern des Nachkriegsbayern und in den polnischen Gemeinden von 2022, in denen plötzlich auf Ukrainisch gefeiert wurde.

Zuerst kommen Menschen, die gemeinsam beten wollen. Alles Übrige ist eine Frage der Zeit.Aus der Geschichte der Diasporagemeinden